Unverkennbare Merkmale: Die Kohlmeise

Heute habe ich, passend zur Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten, nach langer Zeit mal wieder einen Heimatvogel gesehen: die Kolhmeise.

Ich bin zwar kein Ornithologe, aber ich meine sie eindeutig erkannt zu haben. Durch ihr prägnantes Aussehen und den einmaligen Gesang, ist und bleibt sie unverwechselbar.

Unpaar

Gesellschaftsspiel, das das Gedächtnis trainieren soll. Ziel ist es, identische Bilderpaare, die verkehrt herum und wild durcheinander auf einer glatten Spielfläche liegend (z. Bsp. vielbefahrene Autobahn) nacheinander aufzudecken. Je Spielzug dürfen max. zwei Spielkarten aufgedeckt werden. Deckt ein Spieler gleiche Bildpaare auf, darf er so lange weiterspielen, bis er ein Unpaar aufdeckt.

In diesem Fall muss sofort der Ausruf „Menno“ erfolgen, bevor der nächste Spieler an der Reihe ist.

Nach dreimaligem Vergessen wird der betroffene Spieler vom Spielbetrieb ausgeschlossen.

Sieger ist, wer am Ende die meisten Bildpaare sammeln konnte.

Irisches Stillleben

Heute hat ein Kollege in einem Gruppentelefongespräch gefragt, ob wir uns für dieses Jahr etwas außergewöhnliches vorgenommen hätten.

Mir ist dabei folgendes rausgerutscht: „Auf ein Bier inne Kneipe, gute Livemusik hören, mitsingen, mit den Leuten neben mir englisch sprechen – auch wenn es Deutsche sind – ein bis drei Irish Flag trinken und am nächsten Morgen mit ’nem ordentlichen Schädel aufwachen. Ja, das wär’s …“

Während der seit gut einem Jahr andauernden „Corona-Zeit“ mit Lockdown, Homeoffice, Kurzarbeit, Kita-/Schulschließungen, entwickeln viele Menschen neue Hobbies oder entdecken ihre kreative Ader.

In einem Gruppenchat mit langjährigen Freunden zum Beispiel, hat ein Hobbytischler und angehender Privatschankwirtschaftsgastronom mit einem virtuellen Rundgang einen Einblick in seine im Bau befindliche „8Bar“ (gesprochen „AaaaachtBar“) gegeben. Neben einer rustikalen Holztheke mit integrierter Profizapfanlage und regionalem Brauhausbranding, passenden Barhockern, weiteren und ausreichenden Sitzmöglichkeiten, wurden die Vorrichtungen und Anschlüsse für das noch zu installierende Heimkinoequipment präsentiert.

Die Musikanlage funktioniert bereits einwandfrei und hat den „Best-Of-Mickie-Krause-Test“ schon mehrfach bestanden. Auch der beachtliche Getränkevorrat zeugt von einem akribischen und höchst professionellen Projektmanagement, wie alle Mitglieder unisono bestätigten und schon jetzt der offiziellen Post-Corona-Eröffnung der Garagenkneipe entgegenfiebern. Und dass aus Garagenprojekten erfolgsversprechende Unternehmen entstehen können, ist kein Geheimnis.

Bis dahin bringe ich mir des öfteren eines meiner Lieblingsgedichte in Erinnerung:

„I met my love by the gasworks wall,

dreamed a dream by the old canal

I Kissed my girl by the factory wall

Dirty old town

Dirty old town“

Alles Gute

Nun ist es also so weit. Der Jahreswechsel steht unmittelbar bevor. Wenn es nach den meisten Menschen ginge, dann wäre der Jahreswechsel schon Ende März vollzogen worden:

Menschen im März: „Ey, 2020, komm runter vom Feld. Das reicht jetzt mit Corona, wir wechseln. Schieri, wir wollen wechseln!“

Schiedsrichter: „So früh schon? Wir warten auf die nächste Lockdownunterbrechung und dann muss der Viren-Assistant-Referee (VAR) auch nochmal drüber gucken.“

2020: „F*** IT. Ich bleibe. Bis zum Ende! Sommerurlaub, Weihnachtsmarkt und Böllern könnt ihr vergessen, Penner. Ach ja, und kauft Klopapier, Nudeln und Hefe …“

Menschen: „Schieriiiiiiiiiiiii?!“

Schieri: „Sorry, da kann ich nichts machen. Wascht Euch die Hände, hustet in die Bauchfalte, benutzt Kondome und Snutenpullis. Ach ja, An- und Abstand hilft auch. Und Geduld und Disziplin. Zur Not mal bei Telegram gucken, wie man’s nicht macht …“

Durchhalten. 2021 knallt das. Ab Juli. Hoffentlich. Dann aber richtig …

Vegane Bio(hr)-Rakete

Das wäre doch eine äußerst praktische Möglichkeit, den mittlerweile lästig nadelnden und sperrigen Weihnachtsweggefährten, auf die letzte Reise zu schicken.

Aber nein, Corona vermiest uns dieses Jahr auch diesen Spaß. Das Verbrennen verbietet das Landesemissionsschutzgesetz. War zumindest mal so, als ich mich vor Jahren einmal über die normale Rufnummer der hiesigen Polizei informieren wollte, ob der Nachbar gefällte Tannen in seinem Garten verbrennen dürfe … „Darf er nicht“, bestätigte der Schutzmann. „Wo wohnen Sie denn?!“ schob er als Frage hinterher und stand keine 10 Minuten später mit Digitalkamera zur Beweisaufnahme in Nachbars Garten (konnte ich hinter den Gardinen meines damaligen Kinderzimmers aus stehend, sehen).

Wäre der Nachbar einem Familienmitglied gegenüber – das ihn nett gebeten hat, das Verbrennen aufgrund von steigender Rauch- und Geruchsbelästigung einzustellen – nicht so ausfallend geworden, hätte man vom Anruf absehen können …

Das Christ(a)kind ❤

Hier stand vorher ein längerer Text mit einem Kurzrückblick auf „Twenni-Twenni“.

Nach der dritten Flasche Kinderpunsch hat der Autor sich das aber anders überlegt und zitiert stattdessen Bruce Wayne in der Schlussszene aus „BATMAN Returns“ (1992), in der er mit Kratzern im Gesicht im Auto sitzend, eine vorher aufgelesene kleine schwarze Katze streichelt, dabei andächtig in die verschneite Winternacht guckt (vielleicht sinnbildlich für das zurückliegende Jahr) und Alfreds Weihnachtswünsche erwidert:

„Merry X-Mas, Alfred. Good will to all men. And women …“

Galt als Erfinder des knackigen Auspackens: Ivan (Un)Wraprough

Verrückt wo einen die Recherche nach Motiven für diesen großartigen und vielgeklickten (DANKE dafür) digitalen Adventskalender hinführt – und was er für Skandale aufdeckt. In dem Glauben, man habe an Heiligabend früher immer vier Stunden lang dem vier Oktaven umfassenden Walgesang von Opas russischen „Lieblingsbass“ gelauscht, stellt sich raus: ALLES FAKE. Der Ivan kam gar nicht aus Russland. Sondern aus Berlin. Gut, das war zeit- und teilweise auch mal russisch, aber nicht zu DER Zeit, in der Hans Rolf Rippert das Licht der Welt erblickte (1931).

Viele Künstler taten es ihm gleich und erschufen sich als Kunstfiguren. Der Obi-Biber und der Schwäbisch-Hall-Fuchs zum Beispiel. Sogar die „Stadt“ Bielefeld entdeckte dieses Prinzip für sich. Milli Vanilli und Boney-M trieben das sogar noch auf die Spitze und sangen gar nicht erst selbst.

Einen Tag & Abend vor Heiligabend möchte ich Euch daher noch einen Tipp an die Hand geben – frei nach Ivan (Un)Wraprough: Nehmt den Mund bloß nicht zu voll und knackt erstmal kleine Nüsschen. Lässt sich auf viele Lebenslagen anwenden. Zum Beispiel an Weihnachten beim Nüsseknacken.

Jagd auf roter Dezember

Eins der TOP-Geschenke unter den 1-8-Jährigen. Zumindest früher. Seit den 80ern und Kylie Minogues Cover von „Do The Locomotion“ auch sehr beliebt bei den über 80-Jährigen. Und bei allen zwischen 8 und 80. Also „Geili-Kylie“ (B*LD-Zitat aus 2009) Roarrrr. Ach nee, „Choo-Choo“.

Das Original stammt übrigens von Ike & Tina Turner. Also das Lied. Nicht Kylie. Die stammt original aus Australien. Ike hat früher leider des Öfteren vergessen ’nen Ticket zu lösen und ist dann bei der Kontrolle durch Zugbegleiterin Tina sehr schnell sehr ausfallend geworden.

Ausgefallen sind dieses Jahr auch wieder einige Züge, wofür allerdings oftmals die prokrastinierenden Zugführer verantwortlich sind.

Der einzige Ort an dem Züge immer pünktlich sind, ist Lummerland.

Alles einsteigen, Türen schließen selbsttätig.

Chris Smith-Tree

Der Tannenbaum. Früher eher ein (Heid)Nischenprodukt, avanciert er heutzutage zum „wohl christlichsten Weihnachtssymbol überhaupt“ (Clark W. Griswold, US-Amerikanischer Lebensmitteltechniker).

Neben Fruchtbarkeit und Lebenskraft, lässt sich der Tannenbaum auch als Abwehr gegen böse Geister einsetzen. Bei letzterem hilft bekanntlich auch ein Foto der Schwiegermutter. Aber Vorsicht, nicht erwischen lassen, sonst landet ihr auch am Kreuz.

Es ist zwar noch nicht final überliefert (Amazon hat dieser Corona-Weihnachtstage viel zu tun), aber Jesus sei angeblich das gleiche Schicksal widerfahren …

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