Henrietta und Isabella schlichen langsam zur Wichteltür. In ihrem Bauch kribbelte es. Sie hatten, wie von Nisse Knusperbart geschrieben, ihre Eltern nach den eigenen Wunschzetteln gefragt und wollten ihm die Antwort nun durch die Tür flüstern. Doch sie trauten sich nicht so recht.
“Du fängst an” sagte Henrietta zu Isabella.
“Nein Du”, antwortete Isabella trotzig.
“Dann machen wir Sching-Schang-Schong, Karamell-Bon-Bon” schlug Henrietta vor.
“Okeeeeee” willigte Isabella ein.
“Also los”, startete Henrietta. “Auf drei!”
Beide begannen zu zählen: “Ein, zwei, drei. Sching-Schang ….”
“Warte, warte” unterbrach Isabella. “Eine Runde nur, oder?”
“Ja. Der Verlierer flüstert”, antwortete Henrietta und zog ihre Augenbrauen hoch. “Also, auf drei …”
Beide begannen wieder zu zählen: “Ein, zwei, drei. Sching-Schang-Schong, Karamell-Bon-Bon!”
“Stein schleift Schere”, freute sich Isabella. “Der Verlierer flüstert …” grinste sie und wackelte dabei mit dem Kopf.
Bei Henrietta kribbelte es jetzt noch mehr.
Nisse Knusperbart schaute durch das semipermeable Wichteltürfenster nach draußen und sprach Henrietta Mut zu: “Los, du kannst das. Fang einfach an und du wirst sehen, dann geht’s von ganz allein.”
Henrietta holte tief Luft und begann zu reden: “Hallo Nisse, ähm ja, also wir ähm, meine Schwester und ich, haben unsere Eltern gefragt, ähm, wegen den Wunschzetteln, und also, ähm, naja, ähm, sie haben nicht immer alles bekommen, das drauf stand. Aber immer die Sachen, die ganz oben standen und ähm meistens noch zwei – drei andere Sachen. Aber unser Papa sagte auch, es geht nicht immer um die Menge der Geschenke, sondern um das große Ganze. Aber was das heißt, wissen wir nicht. Also ja, das wars. Tschü-hüss!”