Schweinebräuche

Der schneidige Büroheini hat die wieder geöffnete Außengastro genutzt und den freien Tag am Wochenende natürlich wo verbracht? Richtig: Im Museum. Dem norddeutschen Sommerwetter sei Dank.

Er schlenderte durch die aktuelle Ausstellung „Korallenriffe“ und erinnerte sich an seinen letzten Besuch aus dem Jahre 1994, als die große Dinosaurierausstellung dort gastierte. Damals wie heute begann der Besuch mit einer Busfahrt. Diese dauerte 1994 noch gute 1,5 h Stunden. 2021 hingegen waren es nur 8 min. Das könnte dafür sprechen, dass sich der ÖPNV in den letzten 27 Jahren enorm weiterentwickelt hat. Möglicherweise war der Umzug in die Stadt des Museums vor mehr als sechs Jahren einfach auch der entscheidende Move. Dafür gab es heuer auf der Rückfahrt keine „alten Plätze“. Schade.

Neben einem begehbaren 1:1 Modell eines Blauwalherzens, in dem locker eine 3-Köpfige Seehundfamilie Unterschlumpf findet (das Herz des Blauwals schlägt übrigens 8-10 Mal in der Minute und pumpt bis zu 10.000 Liter Blut durch den Körper) und einem Toyota Celica von 1974, zog ein kleines Schweinchen den Museumsgast in seinen Bann. Oder besser gesagt, die Geschichte dahinter.

Das „Sus scroffa papuensis“ (Papua-Schwein) gilt in Teilen von Papua kostbarer als Gold und wird dort als Zahlungsmittel und Tauschware genutzt – quasi als analoger Bitcoin.

Scheinbar aber auch für Bräute bzw. als Mitgift für die Familie des Bräutigams. Ob die Schweine allerdings zu den Angehörigen des Bräutigams oder zum Nahrungsmittel zählen, ist dem Besucher immernoch nicht klar. Der Infotext im Bild lässt Fragen offen.

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